Programme, Sprachen, Algorithmen (1)

Irgendwann hat jeder den Wunsch, seinen Computer mehr zu manipulieren, als es die Standardanwendungen von der Stange vorsehen. Der Entschluss, sich eine Programmiersprache anzueignen, wird aber durch die Sprachenvielfalt nicht gerade leicht gemacht. Eine kleine Hilfe auf dem Weg durch das Programmiersprachen-Labyrinth ist da schon sehr nützlich.

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Wir wollen Sie mit den wichtigsten Prinzipien, Werkzeugen und Fachbegriffen der Programmierung vertraut machen. Dabei gehen wir zuerst auf die drei gängigsten Vorurteile der vier zurzeit am weitesten verbreiteten Programmiersprachen ein.

Jeder, der in die Branche rings um Computer zumindest reingeschnuppert hat, kennt die widersprüchlichen Meinungen, wenn Für und Wider von Programmiersprachen aufeinanderprallen. Dabei sollten Sie natürlich alle Vor- und Nachteile klug abwägen. Denn sie lassen sich ohne Mühe auch gegenteilig interpretieren. Deshalb sagen hier drei Redakteure ihre Meinung, die in der Vergangenheit als Programmierer professionelle Anwendungen nicht nur in den allgemein üblichen Sprachen geschrieben haben.

Als erste Programmiersprache behandeln wir Assembler, weil sie als Maschinensprache auf niedrigster Ebene die Basis für sämtliche höheren Programmiersprachen ist. Da unser Magazin seit einigen Ausgaben einen Assemblerkurs bietet, haben wir auf eine detaillierte Beschreibung dieser Programmiersprache verzichtet und dafür ein paar packende Beispiele für Sie gesammelt. Bei dieser Gelegenheit lernen Sie einige interessante Algorithmen kennen, die Sie sofort ausprobieren und – wen Sie schon etwas fortgeschritten sind – leicht in Ihre Anwendungen als Unterprogramme einbinden können. Ein direkter Vergleich mit der Programmiersprache Pascal macht selbst Totaleinsteigern den Unterschied deutlich und bietet reinstes Experimentiervergnügen.

Natürlich kommen auch unsere Basic-Fans auf ihre Kosten. Sie erfahren einige Vorzüge über Microsofts neuen Supercompiler Quick-Basic 4.0 (nicht archiviert; Anmerkung des Autors). Weiterhin mischen wir uns in die Auseinandersetzung C kontra Pascal ein und lassen beide Sprachen gegeneinander antreten (nicht archiviert; Anmerkung des Autors).

Obwohl wir Sie auf unseren letzten Seiten in die Kunst des Programmierens einführen (nicht archiviert; Anmerkung des Autors), wird die Frage, ob Programmieren eine Kunst oder eine Wissenschaft ist, weiterhin offen bleiben. Jedoch bieten wir für beide Standpunkte genügend Argumente, um auch in Zukunft entscheidende Definitionen zu ermöglichen. Denn inzwischen ist es wohl den meisten klar geworden, dass hinter der Programmierung von Computern mehr steckt, als die bloße Verkettung von Befehlen, um Rechenaufgaben zu lösen. Logik, Kreativität und auch Disziplin sind ebenso gefragt wie die Gabe, über gemachte Fehler schmunzeln zu können und ständig neu dazuzulernen.

Es hat sich viel getan im Reich der Programmiersprachen. Unser Ausflug hilft Ihnen, den Überblick zu behalten.

Quelle: PC Magazin PLUS 8/1988

Matomo