Zwei Welse haben nicht überlebt

Die Peckoltia pulcher verhielten sich von Anfang an lethargisch und fraßen kaum. Nur einer bewegte sich häufiger, putzte Steine, Wurzeln und Blätter. Er ist aber auch bräunlicher und sieht nach den Bildern und Beschreibungen in unserem “Aquarien Atlas” von Dr. R. Riehl und H.A. Baensch in der 7. Auflage von 1988 eher wie ein Peckoltia vittata aus.

Knapp eine Woche nach dem Einsetzen verendete der erste Wels. Verhungert sein konnte er nicht. Zwar kann von einer Algenplage wie in den ersten Tagen keine Rede mehr sein. Aber es sind immer noch genügend Algen da. Dann fielen weiße Punkte auf dem Schwert eines Xiphophorus helleri auf. Einen Tag später zeigten auch die Siamesischen Rüsselbarben die Symptome einer Ichthyophthirius multifilis. Mit Ausnahme des vitaleren Welses, zwei Schwertträgerweibchen und einer Barbe waren alle Fische erkrankt.

Zwei Therapien standen zur Auswahl. Obwohl Renate Husmann auf ihrer Website die dosierte Zugabe von Salz glaubwürdig beschreibt, und eine erfolgreiche Behandlung von vielen Aquarianern bestätigt wird, entschieden wir uns für ein Medikament mit 70 Prozent Malachitgrünoxalat, weil der Züchter Georg Wildenauer auf seiner Website Salz im Süßwasseraquarium ebenfalls plausibel als “Todsünde Nummer 4″ erklärt. Wir kennen seine gesunden Becken in München seit über 15 Jahren. Zwei Tage später und einen Grad Wassertemperatur höher waren die meisten weißen Punkte bei allen Fischen mit Ausnahme des Peckoltia pulcher verschwunden. Nach einem Wasserwechsel von knapp 50 Prozent beziehungsweise 200 Liter impften wir erneut und erhöhten die Wassertemperatur noch mal um eine Einheit auf 29 Grad Celsius. Am nächsten Tag waren sämtliche Punkte weg – und der zweite erkrankte Wels verendet. Allen überlebenden Fischen geht es sichtlich besser.

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