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Social Web, Communities und Networking sind meine persönlichen Unworte der letzten Jahre. Sie implizieren digitale Lösungen für soziale Probleme, die viele Menschen im analogen Leben haben. Wer unfähig ist, gute Kontakte zu physischen Nachbarn zu pflegen, regionale Projekte zu unterstützen und sich in mündlichen Konversationen zu üben, wird es mit Twitter, Facebook und Konsorten nicht besser machen. Doch es gibt Ausnahmen wie zum Beispiel Last.fm.
Last.fm leistet mir einen sozialen Dienst, den ich als ständig getriebener Lebensbewältiger sonst überhören würde. So habe ich mit meiner persönlichen Radiostation in wenigen Monaten mehr Erinnerungen rekapituliert als unzählige Wortmeldungen in anderen Netzen jemals bewirken können. Merkwürdigerweise erreichen mich über Last.fm bis zu 1000 Prozent (!) mehr Klicks auf meine private Website als aus anderen Diensten, in denen ich aus beruflichen Gründen wesentlich aktiver bin. Woran das wohl liegt? Vielleicht daran, weil man zuhören muss. Ein Klick mitten auf das Bild zu diesem Text hilft dabei.




P.S. Wenn das Radioprogrämmchen nicht spielt oder mit der Meldung “Nicht genügend Inhalte …” abbricht, liegt das an einer Besonderheit von last.fm. Aus gesetzlichen Gründen dürfen viele Titel innerhalb einer Zeitspanne nur begrenzt oft gesendet werden. Je beliebter ein Titel, desto häufiger wird er gespielt, was zu den Sendepausen führt.