Über den Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Vogel, der den Autor dieses Weblogs verteidigte, gibt es viele Gerüchte. Die einen behaupten, er hätte sich auf Kosten seiner Mandanten bereichert, in dem er zum Beispiel ihre Häuser als Faustpfand für eine schnellere Ausreise aus der DDR missbraucht haben soll.
Andere sehen in ihm den cleveren Vermittler zwischen den Welten, der für die aus damaliger Sicht endgültigen Ziele seiner Klienten fast alles tat, um ihre Übersiedlung zu ermöglichen. Viele politische Gefangene haben ihn persönlich kennen gelernt und sind ihm bis heute dafür dankbar, dass er sie “da herausgeholt” hat. Welche Konflikte ihm seine komplexe Rolle bereitet haben muss, belegt dieser Ausriss aus dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel, der über seine eigenen Fluchtgedanken berichtet.




Diese Behauptung von Flucht ist eine schlechte Legende. Vogel war materiell und ideologisch tief eingebettet in das System der DDR und kannte die Spielregeln – sowohl die positiven als die negativen. Im Westen hätte er niemals so frei und ungezwungen leben können wie eben in der DDR.
Er war ein listiger Fuchs auf seinem Gebiet, sicher ein Spieler mit hohem Einsatz. Jedoch wußte er stets die Grenzen des Machbaren einzuschätzen. Natürlich besaß er viele Neider in seiner Berufssparte. Fachlich gesehen war er nicht geraqde Oberliga. Im geheimen Spiel der Kräfte durchaus.