Daten zur Sicherheit und Gesundheit im Betrieb zeigen Trends und Problemfelder
Eine recht umfassende Datensammlung zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit in Unternehmen legt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit der Ausgabe 2012 ihrer Broschüre Arbeitswelt im Wandel – Zahlen – Daten – Fakten vor. Auf rund 60 von insgesamt 87 Seiten finden Personaler, Betriebsärzte und Sicherheitsbeauftragte wertvolles Datenmaterial, das sich bestens für die Unterfütterung von Konzepten, Planungen und Präsentationen eignet.
Die Broschüre enthält alle wichtigen Zahlen zur Erwerbstätigkeit, zu Unfällen und Berufskrankheiten sowie zu den Arbeitsbedingungen und zum demografischen Wandel. Ein eigenes Kapitel ist der Zeitarbeit gewidmet, von der vor allem Männer und schlecht ausgebildete Beschäftigte betroffen sind. Der Frauenanteil liegt hingegen bei nur 29 %.
Positiv vermerken die Autoren der BAuA-Broschüre, dass sich immer weniger tödliche Wegeunfälle ereignen. Die Zahl der Arbeitsunfälle – auch die der tödlichen Arbeitsunfälle – überstieg im Jahr 2010 jedoch jene von 2009. So entfielen 2012 auf 1000 Vollarbeiter 27,4 meldepflichtige Arbeitsunfälle.
Die BAuA-Publikation präsentiert darüber hinaus genaue Zahlen zu verschiedenen Berufskrankheiten, zu Belastungen der Beschäftigten, zu psychischen Arbeitsbedingungen und zur Arbeitszeitgestaltung. Darüber hinaus bietet die Datensammlung der BAuA noch eine Fülle weiterer Informationen, durch die aktuelle Trends und Problemschwerpunkte leicht zu erkennen sind.
Die Ausgabe 2012 der Broschüre Arbeitswelt im Wandel – Zahlen – Daten – Fakten steht per Download kostenfrei im Internet bereit. (Quelle: BAuA/ml)
Der Mittelstand hinkt im Social Web hinterher
Mit 47 % setzt fast die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland soziale Medien ein. Weitere 15 % haben bereits konkrete Pläne und wollen damit in Kürze beginnen. 38 % sind jedoch skeptisch. Diese Zahlen gehen aus einer Studie hervor, die der Hightech-Verband BITKOM durchgeführt hat. Dabei werden laut BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf zunehmend feste Strukturen mit spezialisierten Mitarbeitern und eigenen Budgets geschaffen.
Als wichtigstes Ziel nennen laut Verband 82 % der Unternehmen die Steigerung ihres Bekanntheitsgrades durch die Nutzung sozialer Medien. Für 72 % stehe die Gewinnung neuer Kunden im Vordergrund und für 68 % die Pflege von Kundenbeziehungen. 42 % der Befragten wollen ihr Image verbessern, 23 % neue Mitarbeiter gewinnen und 15 % die Produktentwicklung vorantreiben. Dazu Kempf: „Soziale Medien sind für die Unternehmen auf dem Weg vom Soll zum Muss.“
Beschäftigt hat sich die BITKOM-Untersuchung auch mit den organisatorischen Voraussetzungen. Dabei zeigen sich große Unterschiede zwischen größeren und kleineren Unternehmen. So hätten 86 % der Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten eigene Mitarbeiter, die für die Steuerung der Social-Media-Aktivitäten verantwortlich sind, aber erst 41 % der mittelständischen Unternehmen. Social Media Monitoring betreiben laut der Studie 48 % der großen, aber nur 10 % der mittelständischen Unternehmen. Noch einmal Kempf:
„Der Mittelstand muss die Organisation seiner Social-Media-Aktivitäten dringend professionalisieren, wenn er das Feld nicht den Großen überlassen will.“
Laut Umfrage sind 38 % aller Unternehmen bislang nicht im Social Web aktiv. Die Skeptiker haben u.a. rechtliche Bedenken oder fürchten Kontrollverlust. Kempf hierzu:
„Diskussionen über Marken und Produkte von Unternehmen finden im Social Web ohnehin statt. Wer sich den sozialen Medien verschließt, verzichtet bewusst darauf, Einfluss zu nehmen.“
Die BITKOM-Studie gibt es beim Hightech-Verband kostenfrei als PDF zum Download. (Quelle: BITKOM/hw)
Attraktive Arbeitsplätze sehen anders aus
Frage: „Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus?“ – Antwort: „Komplett anders!“ Denn Arbeitnehmer wünschen sich laut einer Umfrage völlig neue Formen der Arbeitsorganisation, setzen vermehrt auf moderne Kommunikationsmittel, um mit Kollegen und Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten, und betrachten neue Technologien als wesentlichen Erfolgsfaktor für den Job von morgen. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage der Sage Software GmbH und des Meinungsforschungsinstituts smart research, die im Februar 2012 durchgeführt wurde.
Laut der Untersuchung gibt es einen klaren Trend zum dezentralen Arbeiten. Dass es möglich sein wird, künftig von überall auf der Welt auf den PC-Arbeitsplatz zugreifen zu können, halten 80 % der Befragten für sehr realistisch. Von einem attraktiven Arbeitgeber erwarten die Umfrageteilnehmer zukünftig vor allem eine deutlich höhere Flexibilität: 77 % möchten flexiblere Arbeitszeiten und 51 % flexiblere Lebens- und Arbeitszeitmodelle, die sich an der jeweiligen Lebenssituation des Arbeitnehmers anpassen. Attraktive Weiterbildungsangebote (48 %) und die Möglichkeit zum Home Office (45 %) stehen ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste.
Bei der Frage „Welche Mittel und Technologien heute bzw. zukünftig eingesetzt werden, um mit Kollegen und Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten?“ gibt es einen deutlichen Trend zur Nutzung technischer Innovationen: Während heute erst 5 % der Befragten einen nahtlosen mobilen Zugriff auf ihre Unternehmensdaten haben, wollen zukünftig fast sechsmal so viele Personen, nämlich 29 %, einen solchen Zugriff für ihre Arbeit nutzen. Videokonferenzen, Kollaborationsplattformen oder Sprach- und Bewegungstechnologien sind weitere Innovationen, die die Befragten zukünftig verstärkt zur Kommunikation mit Kollegen und Geschäftspartnern einsetzen wollen.
Bei Sage gibt es das Whitepaper mit den kompletten Studienergebnissen als PDF zum Herunterladen. (Quelle: Sage/hw)








