PV-Anlage versorgt kombinierte Wärmepumpe
Auf der kommenden Intersolar Europe 2013 in München wird Schüco ein Wärmepumpenkomplettpaket für Ein- und Zweifamilienhäuser vorstellen. Es kombiniert Wärmepumpentechnik mit Photovoltaik: 20 PV-Module mit einem Modulwirkungsgrad von bis zu 15,2 % decken dabei einen Teil des Strombedarfs der Luft/Wasser-Wärmepumpe.
Dadurch lasse sich der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem PV-Strom erhöhen und der Netzstrombedarf senken. Überschüssiger Solarstrom kann entweder im Haushalt den Strombedarf anderer Verbraucher decken oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Die im Paket enthaltene Schüco-Wärmepumpe HTE 03 HP DW-7 eignet sich für Neu- und Altbauten. Sie arbeite extrem leise und beziehe bis zu 70 % der für die Warmwassererwärmung eines Vierpersonenhaushalts benötigten Energie aus der Umgebungsluft.
Weitere aufeinander abgestimmte Komponenten sind ein SMA-Wechselrichter und das Montagesystem MSE 210 inklusive Verkabelung. Es soll eine besonders schnelle und sichere Montage auf unterschiedlichsten Dächern ermöglichen.
Die Intersolar Europe findet heuer vom 19. bis 21. Juni 2013 in München statt. (Quelle: Schüco/hw)
Web-App ermittelt, was aus der Steckdose kommt
Einen Überblick über den eigenen Strommix verschafft die Web-Anwendung Strommix Navigator. Die Funktionsweise: Nach Eingabe von Postleitzahl oder einer Adresse in Deutschland erhält der Nutzer Auskunft darüber, woher der Strom stammt, der da aus der Leitung kommt. Denn die Energieanbieter vertreiben Strom aus verschiedenen Quellen – auch wenn der Kunde einen Tarif gewählt hat, bei dem der Strom z.B. nur aus Wasserkraft erzeugt wird.
Beim Strommix aus der Steckdose spielt die Entfernung zu Kraftwerken, PV-Anlagen und Windrädern eine große Rolle. Diese öffentlich zugänglichen Informationen nutzt der Navigator zur Berechnung. Zusätzlich werden für Erzeuger mit Anlagen, die vom Wetter abhängig sind, die lokalen Klimadaten ausgewertet. Zum Schluss erfolgt eine Hochrechnung auf Basis von Leitungsstrecken und Verbrauchsprofilen.
Die ausgegebenen Werte seien zwar nicht verbindlich, „doch als Näherungswerte können die Zahlen gut herangezogen werden“. Entwickelt wurde die Anwendung von Thorsten Zoerner, der den Blog stromhaltig.de betreibt. (Quelle:stromhaltig.de/hw)
Elektromobilität soll 150.000 neue Jobs schaffen
Eine im Auftrag der EU an der Universität Duisburg-Essen durchgeführte Studie zur Entwicklung der Automobilindustrie prognostiziert 100.000 bis 150.000 neue Arbeitsplätze in den kommenden zwei Jahrzehnten. Bei den Neuzulassungen gehen die Fachleute von erheblichen Zuwächsen bei der Elektromobilität aus: Laut der Studie wird der Anteil der Elektrofahrzeuge an den neu zugelassenen Fahrzeugen in der EU im Jahr 2030 mehr als 30 % betragen.
„Steigt der Marktanteil an Elektrofahrzeugen und wird die Komponentenfertigung in den EU-Staaten verstärkt, kann im Jahr 2020 eine Wertschöpfung von 185 Mrd. Euro und im Jahr 2030 von 172 Mrd. Euro erreicht werden. Die Automobilindustrie würde in diesem optimistischen Szenario im Jahr 2020 somit von einer um 40 Mrd. und 2030 ca. 30 Mrd. Euro höheren Wertschöpfung profitieren. Zudem könnten europaweit 100.000 bis 150.000 neue Arbeitsplätze entstehen“, sagt Dr. Heike Proff vom Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Internationales Automobilmanagement. Ob dies gelinge, hänge von der Batterietechnik ab, die weiter ausgebaut werden müsse.
Die Wissenschaftler schlagen daher eine europäische Plattform für Batterietechnologie sowie Sonderabschreibungen für die Investition in Produktionsanlagen vor. Wichtig seien vollkommen neue Fahrzeugkonzepte mit zweckorientiertem Design. Nur so könne die derzeit große Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage geschlossen werden. Denn Elektrofahrzeuge seien noch zu teuer und aufgrund geringer Reichweite und langer Ladedauer noch wenig attraktiv. (Quelle: Universität Duisburg-Essen/hw)


