Unterwasserturbine macht Ebbe und Flut zu Strom
Die erste Turbine des Unterwasserturbinenparks vor den schottischen Orkney-Inseln ist erfolgreich getestet worden. Sie ist in der Lage, 1 MW alternative Energie aus Gezeitenkraft zu generieren. Das deckt theoretisch den Energiebedarf von rund 500 Haushalten pro Jahr. Praktisch versorgt die Turbine derzeit zu Testzwecken Haushalte und Geschäfte auf der kleinen Insel Eday.
Der Unterwassertrurbinenpark ist ein Projekt des Unternehmens ScottishPower Renewables mit Sitz in Glasgow, das vor der Orkney-Küste künftig insgesamt 10 MW produzieren will. Die Fertigstellung soll bis spätestens 2015 erfolgen. Der Termin sei auch abhängig von den Wetterbedingungen.
Die jetzt in Betrieb genommene, rund 30 m hohe Turbine HS1000 sei in rauester See im Dezember 2011 zu Wasser gebracht worden, erklärt ScottishPower Renewables. „Deshalb sind wir zuversichtlich, auch größere Projekte erfolgreich realisieren zu können“, sagt Keith Anderson, CEO des Unternehmens. (Quelle: ScottishPower Renewables/hw)
Stromverbrauch von Rechenzentren und Servern sinkt
Rechenzentren und Server werden immer energieeffizienter. Und obwohl die Zahl der Server zwischen 2008 und 2011 um 7 % auf gut 2,3 Mio. gestiegen ist, sank der gesamte Stromverbrauch in diesem Zeitraum um 4 % auf 9,7 TWh – das entspricht der Stromproduktion von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken.
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Borderstep-Instituts im Auftrag des BITKOM. Durch die Steigerung der Energieeffizienz konnten dem BITKOM zufolge allein im vergangenen Jahr insgesamt 1,4 TWh eingespart werden. Beispielsweise sei inzwischen weniger Energie für die Klimatisierung der Rechenzentren sowie deren Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) nötig. „In einem durchschnittlichen Rechenzentrum verbrauchen Klimatisierung und USV ca. 40 % des gesamten Stroms“, so BITKOM-Vizepräsident Volker Smid.
Zudem verbesserten Cloud Computing und Outsourcing die Energieeffizienz, weil viele kleine Einheiten in größeren Rechenzentren zusammengelegt werden. (Quelle: BITKOM/hw)
Die Zukunft der Nutzfahrzeuge liegt im Hybrid-Antrieb
Die Oliver Wyman-Studie Commercial Vehicles 2020: Going Green, Growing Global kommt u.a. zu dem Ergebnis, dass sich der weltweite Nutzfahrzeugmarkt nach der Krise 2009 erholt hat und dass sich – obwohl die Branche gerade einbremst – die optimistischen Prognosen für 2011 bewahrheiten könnten, die einen Absatz von rund 2,6 Mio. Lkw sehen. Die Branche muss sich jedoch auch einigen Herausforderungen stellen.
Verantwortlich für die positive Entwicklung seien insbesondere die BRIC-Länder, und ganz besonders die VR China, die bei Lkw über 6 t mit verkauften 1,2 Mio. Fahrzeugen mittlerweile der größte Markt der Welt sei. Dennoch bleibt laut Oliver Wyman der Gesamtmarkt für Nutzfahrzeuge volatil und die Unsicherheit damit groß. Gerade in China lasse die Wachstumsdynamik bereits nach.
Weiterhin bemerkt die Managementberatung, dass angesichts wachsender Transportvolumina, verschärfter Abgasregulierung, emissionsfreier Megacitys sowie steigender und schwankender Kraftstoffpreise auch die Nutzfahrzeughersteller unter Zugzwang geraten. Ein wichtiger Faktor seien alternative Antriebskonzepte, allen voran die hybrid-elektrische Antriebstechnologie. Aber der Aufwand soll sich nach Angaben von Oliver Wyman lohnen. Denn laut Studie würde sich das weltweite Marktpotenzial der hybrid-elektrischen Antriebssysteme für Trucks bei günstigem Eintrittsszenario im Jahr 2020 auf mehr als 7 Mrd. Euro belaufen. (Quelle: Oliver Wyman/sp)




