Kleinere Unternehmen schalten eher die Polizei ein
Eine aktuelle BITKOM-Umfrage ergab, dass nur jedes vierte Unternehmen die Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft vermeiden würde, wenn es von einem Hackerangriff oder einem IT-Sicherheitsleck betroffen wäre. Bei 73 % sei die Bereitschaft zur Zusammenarbeit dagegen hoch oder sogar sehr hoch. Laut BITKOM hängt es dabei offenbar von der Unternehmensgröße ab, ob die Führung den Kontakt zu Behörden sucht.
Im Prinzip scheint in Fragen der IT-Sicherheit zu gelten: Je kleiner das Unternehmen, desto eher wendet man sich bei Problemen mit der Computer- und Netzsicherheit an die Polizei – so das Fazit des Verbandes. 78 % der Firmen mit bis zu neun Mitarbeitern würden so verfahren, bei Betrieben mit über 250 Angestellten hingegen nur 67 %. (Quelle: BITKOM/sp)
IBM sichert die Arbeit in der Cloud per Stick
Mit dem IBM Secure Enterprise Desktop präsentieren IBM-Forscher eine neue Lösung für den sicheren Zugriff von einem beliebigen Computer auf die Cloud-Umgebung eines Unternehmens. Per USB-Stick lädt der Benutzer damit in wenigen Minuten ein virtuelles Abbild seines Rechners aus der Cloud über eine Internet-Verbindung auf PC oder Laptop. Mit den cloudbasierten Anwendungen kann er dann online und offline arbeiten, ohne dass vorab Software installiert werden müsste.
IBM Secure Enterprise Desktop wurde von IBM-Forschern in Zürich entwickelt. Der neue Sicherheitsstick wird über die USB-Schnittstelle – z.B. am privaten Rechner – angeschlossen. Er stellt die sichere Verbindung zwischen der Cloud-Umgebung des Unternehmens und dem Rechner des Mitarbeiters her. Die von IBM entwickelte Streaming-Technik für das Betriebssystem lädt zunächst die wichtigsten OS-Elemente, so dass der Anwender schon mit dem System arbeiten kann, während im Hintergrund weitere Inhalte nachgeladen werden.
Im Gegensatz zu anderen Lösungen, die einen USB-Stick verwenden, werden laut IBM keine Anwendungsdaten auf dem Stick selbst gespeichert. Ein Verlust des Sticks alleine exponiere somit keine Firmendaten und stelle kein Sicherheitsrisiko dar. Zudem seien alle heruntergeladenen Inhalte auf dem Rechner des Mitarbeiters verschlüsselt, so dass auch hier kein Sicherheitsrisiko bei Verlust oder Diebstahl entstehe. Die Lösung präsentiert IBM auf der CeBIT 2012 auf dem Hauptstand A10 in Halle 2, Demopunkt Nr. 66. (Quelle: IBM/hw)
AMOPA zieht Metadaten aus beliebigem Videomaterial
Auf der CeBIT 2012 präsentieren auch die Medieninformatiker der TU Chemnitz ihre neuartigen Lösungen. Dazu gehört z.B. das von ihnen konzipierte Framework AMOPA (Automated MOving Picture Annotator), das in der Lage soll, aus beliebigen audiovisuellen Medien Metadaten zu extrahieren.
Was AMOPA kann, bringt Prof. Dr. Maximilian Eibl, Inhaber der Professur Medieninformatik, auf den Punkt:
„In den Videobildern werden Objekte und Personen identifiziert sowie Texte erkannt. Und aus den Tonspuren werden sowohl Sprache als auch Informationen zum Sprecher extrahiert.“
Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Katharina Einert ergänzt: „Dabei können verschiedene digitale und analoge Kassettentypen eingelesen und in die jeweils benötigten Ausgabeformate transcodiert werden. Eine spätere Suche in mit Metadaten beschriebenen audiovisuellen Medienarchiven – egal ob im TV-Studio oder im privaten Bereich – ist somit leicht möglich“.
Gleichzeitig möchten die Forscher am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ in Halle 9, Stand A10 mit Partnern für ihr aktuelles Projekt ValidAX ins Gespräch kommen, wo praktikable Lösungen rund um das interaktive Fernsehen gesucht werden. Eibl:
„Uns geht es darum, unterschiedliche Einsatzszenarien wie Medienarchivierung, Media Asset Management und Interactive Rich Media zu untersuchen, welche die aktuellen Trends der Medienbranche berücksichtigen. Ziel ist die Entwicklung von Verfahren für den praktischen Einsatz in existierenden Workflows der Mediendienstleister.“
(Quelle: TU Chemnitz/sp)




