Detlef war der erste Pterophyllum scalare, den wir am vergangenen Sonntag erhielten. Er wurde für das Becken eines Freundes namens Detlef zu groß, weshalb er umziehen musste. Ein stattlicher Marmorskalar mit orangefarbener Stirn und Rückenflosse.
Er frisst wie ein Schollendrescher und zeigt auch sonst ziemlich männliche Züge. Weil die Wasserwerte seit Wochen stabil sind, wollten wir ihn nicht länger allein lassen und haben beim Wildenauer fünf weitere Segelflosser mittlerer Größe gekauft. Einen Marmorskalar mit etwas weniger Orange auf dem Rücken, zwei kleinere Goldköpfe, einen klassischen Gestreiften, der auch der Größte ist, sowie eine herrlich silberne Kreuzung mit von jedem etwas.
Am ersten Abend gab es ständig Streit zwischen Horst, dem Gestreiften und Detlef, dem Marmorierten. Dabei zuckte Horst mit den langen Bauchflossen böse, bevor er auf Detlef zuschoss. Der wiederum dachte überhaupt nicht daran zu fliehen, sondern hielt dagegen. Mehrfach verkeilten sie sich mit ihren wulstigen Lippen ineinander und versuchten sich gegenseitig zu Boden zu drücken. Am nächsten Tag wurden die Streitereien wesentlich müder ausgetragen. Inzwischen scheinen sie sich zu respektieren.
Alle sechs Skalare haben mindestens eins gemeinsam – ihre ungeheure Fressgier. Reichten bislang zwei bis drei Fütterungen der fünf Schwertträger pro Tag, so ist jetzt die zwei- bis dreifache Dosis pro Fütterung fällig. Anfangs erschraken sich die Skalare, wenn man nur in die Nähe des Aquariums kam. Inzwischen schwimmen sie augenblicklich zum Futterring und betteln. Hoffentlich bleiben sie gesund.




Gute Frage. Die Namen sind Anspielungen auf Freunde und Bekannte oder ihre Verhaltensmuster. So lässt es sich leichter über sie und die Fische plaudern ;-)
ist es eigentlich üblich, dass man Fischen einen Namen gibt? Der Sinn erschließt sich mir nicht so ganz… andererseits, meine Katzen hören auch nicht, wenn ich sie rufe :-)