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Im Reisebus mit drehbaren Kennzeichen

Freitag, 8. September 2006

Der Himmel schien blauer. Das Gras war grüner. Die Luft roch klarer, erinnert sich der 213er, als er in einem Reisebus die deutsch-deutsche Grenze passierte. Wenige Stunden vorher hatte er noch in einem Stasigefängnis in Karl-Marx-Stadt gesessen.

Dort, wo sonst “grüne Minnas”, die grau waren, Gefangene an- und abtransportierten, warteten wie in einem Traum zwei komfortable Busse mit ostdeutschen Kennzeichen. Die aufrichtigen Glückwünsche und mahnenden Worte seines Rechtsanwalts, Professor Dr. Wolfgang Vogel, klangen sehr real. Dass seiner Ausreise entsprochen worden wäre. Einige es schaffen würden und manche auf der Strecke blieben. Wenn es einmal schlecht liefe, man sich seiner Herkunft erinnern sollte und warum es einen fortzog. Oder so ähnlich. Beim Aussteigen im hessischen Notaufnahmelager Gießen lauteten die Nummernschilder anders. Wenn sie unterwegs nicht gehalten hatten, wie konnten sie sich dann ändern? Drehbare gabs doch nur bei James Bond.

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