Auflagenzahlen von Zeitschriften sind wie Quoten im Fernsehen. Nur dass sie keine Stunden, sondern Wochen brauchen. Als sie mitten in der Produktion der dritten Ausgabe von AVDC endlich sicher kamen, waren sie ein herber Rückschlag. Fünfundzwanzigtausendvierhundert. Fortgesetzte Subskriptionen von PC Direkt, ermäßigte Mini- und kostenlose Testabos mitgerechnet. Das liegt weit unter den Hoffnungen.
Besserwisser können triumphieren, sie hätten es ja gleich gesagt. Noch eine Zeitschrift für digitales Entertainment zu diesem Preis, ohne Hollywoodstreifen mit solchen Themen? Projektbeteiligte können argumentieren, sie haben wenigstens was gemacht. Ein hochwertiges Computermagazin für digitale Unterhaltung zum fairen Preis, mit legendären Konzertmitschnitten und anspruchsvollen Beiträgen.
Dass AVDC in diesen Zeiten ein harter Ritt werden würde, war klar. Um so mutiger war der erste Schritt. Die Hoffnung bleibt, dass der Verlag den längeren Atem hat, diesen Weg weiter zu gehen.




P.S. Der Verlag wurde 2007 nach wiederholten Übernahmen durch andere Konzerne liquidiert.