Am Ende ist es leicht, gut und böse oder richtig und falsch zu unterscheiden. Vor allem, wenn es um Krieg geht. Besonders um den Zweiten Weltkrieg. Viele Täter, unzählige Opfer und einige Zeugen sind schnell kategorisiert. Die Sprache über sie ist meist deutlich aber selten differenziert. Auf der Strecke bleiben die Millionen dazwischen.
Menschen, die sich *vor* den Geschehnissen für Ausbildung, Beruf und Politik entscheiden müssen. Drei Bücher von Wolfgang Falck, Julius Meimberg und Günther Rall geben einzelnen von ihnen ein Gesicht: “Falkenjahre“, “Feindberührung” und “Mein Flugbuch” erinnern verstörend minutiös an das Leben und Sterben von Menschen im Allgemeinen und Flugzeugführern im Besonderen. Menschen, die “…versuchten, Ideologie und Hass aus ihren Reihen fernzuhalten” und die “…zu einem richtigen Leben im falschen verdammt waren: Ohne die Möglichkeit, einfach auszusteigen und ohne die Chance, Grundsätzliches… ändern zu können”. In Extremsituationen in einem wegen seiner Komplexität kaum zu fassenden Weltkrieg. “Sie in den toten Winkel der Geschichtsbetrachtung zu verbannen heißt, den jungen die Chance zum Nachdenken und Lernen zu nehmen”, bringt es Autor Günther Rall auf den Punkt. Pflichtlektüre für Menschen, die Wirklichkeit verstehen wollen (Verlag 296, Herausgeber Kurt Braatz, ISBN 9 783980 793520, 9 783980 793513 bzw. 9 78390 793537).



