Amerikanische GIs in der Frohen Zukunft

Legenden um die finale Abschiebung rankten sich viele. Die wahrscheinlichste war, dass man genau wie auf dem Hertransport in einen engen Blechkasten gesperrt zu einem verlassenen Grenzübergang gekarrt und dort zu Fuß rübergeschickt wurde.

Bloß das nicht, dachte sich der 213er. Die Fahrt vom Halleschen Knast ins Ungewisse in dieser Kiste hatte ihm gereicht. In den Stunden der völlig orientierungslosen Schaukelei im totalen Dunkeln einer verschlossenen Kubikmeter kleinen mobilen Zelle wäre er am liebsten gestorben. So viel hat er noch nie in seinem Leben gekotzt. Aber dass er es bei der Ankunft in der Feste von Karl-Marx-Stadt nicht selbst wegwischen musste, war ein sicheres Indiz auf eine viel bessere Reise, die ihm noch bevorstand. Zumindest war das Büchsenszenario näher an der Realität als der immer mal wieder hoffnungsvoll erzählte Wunschtraum vom filmreif landenden Hubschrauber mit amerikanischen GIs mitten im Gefängnishof der “Frohen Zukunft”, die in einer dramatischen Befreiungsaktion sämtliche Politischen ausflogen…

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