Abschied von Raffi

Fortsetzung von Raffi ist tot

André Z. alias Raffi

André Z. alias Raffi

Die Beerdigung von Raffi ging an uns vorbei. Keiner seiner Münchner Freunde kannte den Termin. Raffi hat es so gewollt. Sein Vater, Bildhauer von Beruf, schnitzte ihm einen Kranich – die deutsche Bedeutung seines ungarischen Nachnamens -, der über sein Grab wacht. Das einzige, was ich für ihn noch tun konnte, war ein Nachruf im Editorial von PC Direkt 4/2000:

André Z. alias Raffi ist tot. Der Jenaer Schöngeist, überzeugte Nickelbrillen- und Pulloverträger hat als berufsmäßiger Pendler zwischen den Welten und in köstlich ironischer Dialektik parlierender Ossi sich mit handfester Fachkompetenz in Büchern, Magazinen und Sonderheften, unter anderem für PC Direkt, über Computer, Software und Connectivity einen Namen gemacht. Der an einer schweren Krankheit leidende 33-Jährige nahm sich Anfang Februar in Berlin das Leben.

Erst zehn Jahre später las ich seine Abschiedsbriefe und Notizen, die etwa 60 Schreibmaschinenseiten umfassen.

Fortsetzung folgt.

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