Mittwoch, 7:30 Uhr: Abfahrt von Bad Aibling nach Bernried am Starnberger See. Strategiemeeting bei bestem Wetter. 17:30 Uhr Weiterfahrt nach Aschersleben in Sachsen-Anhalt. Ab Nürnberg heftiger Regen bis Hermsdorfer Kreuz. Danach immer wieder Schauer. An der Autobahnabfahrt treffe ich Hähnchen. 23:45 Uhr Ankunft bei meinem Bruder.
Donnerstag, 9:30 Uhr: Abfahrt von Aschersleben nach Hou an der Ostsee in Dänemark. Bis Flensburg Dauerregen. Klamotten sind noch klamm von gestern und haben nach über 1000 km Regenfahrt viel Nässe gezogen. Gegen 17:00 Uhr Ankunft in Hou. Herrliches Wetter. Ausgedehnter Spaziergang bei malerischem Mondaufgang über dem Meer.
Freitag, 10:00 Uhr: Abfahrt nach Hirtshals an der Nordwestküste Dänemarks. Dekadentes Meeresfrüchteessen im Ort. 19:30 Uhr mit Colorlines nach Kristiansand in Norwegen. Felix aus Leimen schließt sich uns an. 0:30 Uhr Zeltaufbau wegen Überfüllung des Campingplatzes auf einem Parkplatz in Aros. Zum Glück haben wir auf der Überfahrt ein Sixpack und eine Flasche Jägermeister gekauft. Am nächsten Morgen Frühstück auf dem Grasboden bei gutem Wetter. Felix zieht es ans Nordkapp.
Samstag, 10:00 Uhr: Abfahrt zum Lysefjord. 16:00 Uhr Ankunft in Lysebotn und Zeltaufbau. Passheizen und Abhängen bei bestem Wetter. Ein Bier im Plastikbecher kostet 48 Norwegische Kronen. Das sind rund acht Euro. Ein Sachse fängt zwei Makrelen im Fjord und grillt sie. Zwei Deutsche, die nach Norwegen ausgewandert sind, spendieren uns ein Sixpack.
Sonntag, 10:30 Uhr: Abfahrt quer durchs Land nach Horten im Osten. Idyllischer geht’s nicht. Kurvenreiche Straßen. Kaum Autos. Riesige Hochebenen. Grüne Täler. Unzählige Gewässer. Auf einer Fähre nach Moss. Über die Autobahn gegen 22:00 Uhr auf einen vollen Campingplatz zwischen Oslo und Göteborg in Schweden.
Montag, 10:30 Uhr: Mangels Sitzgelegenheit und wegen drohenden Regens fluchtartiger Aufbruch nach Süden. Frühstück auf einem Rastplatz. 16:00 Uhr Ankunft in Trelleborg. 17:45 Uhr mit Scandlines nach Sassnitz. 21:30 Uhr Ankunft auf Rügen. Hähnchen verabschiedet sich nach Hause. Andi und ich quartieren uns in einer Ferienhütte in Neu Mukran direkt am Fährhafen ein.
Dienstag, 11:00 Uhr: Abfahrt über die Dörfer nach Glewitz, um den überfüllten Rügendamm zu meiden. Überfahrt mit einer Fähre aufs Festland. Auf Nebenstraßen über Grimmen, Bad Sülze, Gnoien, Malchin, Waren und Malchow quer durch die Mecklenburgische Seenplatte auf die A19, A24, A10, A2 und A14. Gegen 19:00 Uhr Ankunft in Aschersleben.
Mittwoch, 11:00 Uhr: Abfahrt nach Teutschenthal (“Schultze gets the blues“) zum Grab meiner Großeltern. Zweites Frühstück am “Gräbser” in meiner alten Heimat Halle-Neustadt. 16:00 Uhr Ankunft bei meinem Freund Lücki in Niemberg an der B100. Bis in die Nacht Type O Negative mit “Mädchenbier” (Becks Gold) und ohne Schnapps, damit ich morgen klaren Kopfes nach Hause hämmern kann.
Donnerstag, 10:00 Uhr: Im Tiefflug nach Bayern. Mit 260 km/h durch meine geliebten Dreispurkurven zwischen Bayreuth und Nürnberg. 14:30 Uhr Ankunft in Bad Aibling. Bis auf einen Umfaller vor einem Norwegischen Supermarkt, ein verlorenes Bleigewicht und einen abradierten Hinterreifen keinerlei Beanstandungen an meiner Hayabusa. Bei Kilometerstand 34327 losgefahren und bei 38669 wieder abgestellt. 21 mal im Schnitt 13,89 Liter getankt. Den nächsten Reifen-, Öl- und Kettenwechsel hat sie sich redlich verdient.




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